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Das Onlinezugangsgesetz (OZG) -

Folgen für Organisationen im sozialen Bereich

Dienstag, 14. Juni von 16:00 bis 18:00 Uhr online (Zoom)

 

 

Diese Veranstaltung richtet sich an Mitgliedsorganisationen aus den Regionen Münsterland und Ostwestfalen-Lippe.

 

Zu den Inhalten:

 

Viele erinnern sich sicherlich an die Einführung der Datenschutzgrundverordnung, die zwar lange angekündigt war, aber dann "ganz schnell" umgesetzt werden musste. Bis heute sind Organisationen mit der korrekten Umsetzung beschäftigt. Ähnlich "unbemerkt" nähert sich die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Das OZG verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, ihre Verwaltungsleistungen der Öffentlichkeit bis Ende des Jahres 2022 auch elektronisch anzubieten. Durch einen Beschluss des IT-Planungsrats wurden 575 Verwaltungsleistungen als digitalisierbar identifiziert. Infolge der Digitalisierung soll es für Bürger*innen sowie Unternehmen einfacher werden, Verwaltungsleistungen in Anspruch zu nehmen, da diese dann online für jeden orts- und zeitunabhängig zugänglich sind. Solche Verwaltungsleistungen sind z.B. Meldeangelegenheiten, Bafög, Wohngeld, Beantragung von SGBII-Leistungen oder Hilfen zum Lebensunterhalt.



Das klingt erst einmal positiv, bringt aber auch einige Aspekte mit sich, bei denen sich für freie Träger Handlungsbedarf ergeben kann:


•    Auswirkungen auf Träger: Im Zentrum des OZG steht die sog. Sozialplattform, über die zukünftig Verwaltungsleistungen gefunden und in Anspruch genommen werden können. Hier integriert werden sollen auch eine Online-Beratungsplattform und ein "Beratungsstellenfinder", in den sich Beratungsstellen eintragen können. Müssen Träger also technisch aufrüsten oder umplanen und Mitarbeitende schulen? Muss man sich beteiligen, um auffindbar zu bleiben?


•    Auswirkungen auf Nutzer*innen: Nicht alle Menschen sind in der Lage, Leistungen digital in Anspruch zu nehmen. Wird der Zugang zu Verwaltungsleistungen also zukünftig einigen Menschen erschwert? Kommt auf Beratungsstellen ein höheres Beratungsvolumen zu, weil mehr Menschen Unterstützung brauchen? Wer ist dafür verantwortlich, dass Zugänge für alle geschaffen werden?
Referent*innen: Maximilian Weiß (Fachreferent Digitalisierung) und Samina Imam (Fachreferentin Arbeit & Qualifizierung/Jugendsozialarbeit) beim Paritätischen NRW

 

Zum Einstieg ins Thema finden Sie im Extranet schon erste Informationen

 

Wir bitten um Anmeldung bis spätestens 10. Juni 2022.

Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 40 Personen beschränkt.